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Engagement  -  20 Jahre Förderkreis

31. Januar 2020

18. Februar 2020

24. April 2020

06. Mai 2020

 
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Eröffnungsrede zum 20-jährigen Jubiläum des Förderkreises zur Erhaltung Eisenachs vom 23.April 2010
Stephana Klimpt, Vorsitzende
 
20 Jahre Förderkreis eine kritische Hinterfragung unserer gegenwärtigen Situation:
Da ich erst seit 2009 Mitglied im Verein bin und zuvor nur themenbedingt als Sachverständige tätig war, steht mir nicht zu, Rückschau halten, das wird im Anschluss geschehen.  
Zunächst möchte ich Frau Ingrid Pfeiffer, die diesen Verein bis Ende 2008 geleitet hat, meinen Dank und meine Hochachtung entgegenbringen und ich denke, damit im Namen der hier Versammelten zu sprechen. Vor allem ihren unermüdlichen Engagement haben wir es zu danken, dass dieser Verein nun seit 20 Jahren seine Spuren hinterlässt. Spuren, die selten zu sehen sind, weil es oft genug darum ging, etwas nachteilig Auffälliges im Stadtbild zu verhindern oder Gebäude vor dem Abriss zu bewahren. Unsichtbare Spuren, die schmerzhaft wahrgenommen werden, wenn sie lautlos verhallt sind.  
 

Mit der Wahl des neuen Vorstandes 2009 waren verschiedene Hoffnungen und Ziele verbunden. Zum einen sollte die vielfältige Arbeit des Vereins fortgeführt werden, vor allem der Einsatz für mehr Transparenz bei baupolitischen Entscheidungen und für eine offene kritische Auseinandersetzung mit den Fragen der Baukultur, zum anderen hatten wir uns vorgenommen, die Kommunikation und Zusammenarbeit mit Vertretern der städtischen Verwaltung, die stellenweise ins Stocken geraten war, wieder neu zu beleben, wir wollten und wollen integrieren statt polarisieren.  
 

 

Die Identität unserer Stadt ist über lange Zeiträume entstanden. Aus den baulichen und kulturellen Überlieferungen entwickelt sich das Leitbild für die Stadt. Denkmalschutz ist deshalb eine wesentliche Grundlage der Stadtentwicklung und Baukultur.
 

Das wurde in den 90er Jahren von den damals Verantwortlichen der Bauverwaltung auch so gesehen. Mit verschiedenen Gestaltungs- und Erhaltungs- Satzungen, die bis 2002 verabschiedet wurden und der Ausweisung von Flächendenkmalen wurden nicht nur Rechtsinstrumente geschaffen, sondern bekannte man sich auch dazu, die Identität der Stadt zu schützen und zu fördern. Diese selbst geschaffenen gesetzlichen Grundlagen werden in jüngster Zeit häufig umgangen oder negiert.
Gesetze und Satzungen können sicher im Einzelfall modifiziert werden, aber die Entscheidungen sollten für den Bürger transparent sein, die Interessen des Einzelnen dürfen nicht zu Lasten der Gemeinschaft gehen. 
 


 

Unser Verein bemüht sich seit seiner Gründung um fachliche Kompetenz, sucht den Blick über die Grenzen, fragt nach: wie machen es andere Städte? Was können wir für unsere Stadt daraus lernen? Und wir stehen durchaus nicht allein mit unseren Auffassungen.
 

  • Einzelhandel und das Kleingewerbe sind die Träger einer lebendigen Stadtkultur

 


 

Ich stelle die Frage in den Raum:
Braucht die Stadt ein Podium, wo sich Bürger über öffentliche Bauvorhaben nicht nur informieren können, sondern auch motiviert werden, zu diskutieren oder gar mitzugestalten. Und wenn ja, von wem wäre das gewollt?
Kann unser oder überhaupt ein Verein ein solches Podium sein? 

Mein Eindruck ist, viele Bürger verlassen sich darauf, dass der Förderkreis zu Bauvorhaben Stellung bezieht, öffentlich über die Presse, so findet Bürgerinformation gegenwärtig statt. 

 

Wünschen wir uns und unserer Stadt viele aktive Mitgestalter. Dass wir heute in dieser traditionsreichen Schule das Jubiläum begehen dürfen ist auch ein Zeichen der Hoffnung, mehr junge Menschen für die Gestaltung ihres zukünftigen Umfeldes zu gewinnen. Lassen sie uns gemeinsam das scheinbar Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
 

Herzlichen Dank für ihre Aufmerksamkeit!


 

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